Index:
I.
Einführung
II.
Arbeiten über Zons
III.
Andere
Arbeiten (Rom,
Arbeiten 1912-1954, Ölgemälde 1924-1958, Aquarelle 1914-1922)
IV.
Historische
Zeitungsartikel
Theo Blum (1883 -1968) - der
"Zons-Maler" schlechthin.
Gelebt hat er zwar nie in der ehemaligen Zollfeste, doch sein Name ist eng mit verknüpft mit dem von ihm geliebten mittelalterlichen Städtchen, das er in vielen seiner Werke verewigt hat.
Geboren am 10. Januar 1883 in
Mönchengladbach. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er in der Kunstgewerbeschule in Krefeld.
Seit 1903 als freischaffender Künstler in Köln tätig. 1908/13 Studien in Düsseldorf, Berlin u. Rom.
Während des 1. Weltkrieges Kriegsmaler der 1. Armee an der Westfront u. künstlerischer Leiter des Theaters Chargevill.
1925 mehrmonatiger Aufenthalt in Rom.
Er beherrschte mit einer wahrhaft meisterlichen Virtuosität die Technik der kalten Nadel, in der seine zahlreichen Landschaftsradierungen vom Rhein, der Mosel, der Saar u. von der Eifel gestaltet sind. Aufenthalte um 1920/38 an der Mosel, insbesondere in der früheren Kreisstadt Zell, zeigen eine Vielzahl seiner Motive. In vielen Winzerstuben findet man Kopien seiner Zeichnungen, da diese Landschafts- u. Ortsansichten für die Urkunden der Kreisweinprämierung verwendet wurden.
Für das in den Jahren 1924/28 geschaffene graphische Rom-Werk erhielt er den Orden "Pro ecclesia et pontifice" von Papst Pius XI.
Ein bedeutsames Zeichen der Zonser Wertschätzung für Blum war die Verleihung der Würde eines Ehrenbürgers der Stadt Zons noch vor dem Krieg am 8. Juli 1932.
Im 2. Weltkrieg vernichtete ein Bombenangriff nicht nur seine Wohnung
und sein Atelier, sondern auch über 200 Radierplatten, das gesamte Lebenswerk des Künstlers.
Eine besondere Verbundenheit hatte er mit der Stadt Köln, wo er den Großteil seines Lebens wohnte. Seit dem Jahre 1903 schuf er mit prägnantem eigenen Stil eine Vielzahl von Werken, die die Domstadt im 20. Jahrhundert zeigen. 1950 richtete er in Köln wieder sein neues Atelier ein. Der Heimatverein "Alt-Köln" ernannte ihn am 26.1.1952 an seinem 70. Geburtstag zum Ehrenmitglied.
Ein weiteres Zeichen der Zuneigung des hoch geachteten und beliebten Landschaftsmalers für die Stadt Zons folgte kurz vor seinem Tod: Per Erbvertrag vom 9. August 1967 vermachte er sein Gesamtwerk der damals selbständigen Stadt Zons. Ein schönes und wertvolles Geschenk. Allein das grafische Werk zählt nahezu 3.000 Blätter; hinzu kommen Dutzende von Ölgemälden. Im Juni 1974 ging das Vermächtnis des Künstlers zunächst auf den Kreis Grevenbroich über, ein halbes Jahr später dann auf den Kreis
Neuss, wo es im Kreismuseum unterbracht wurde. Mittlerweile ist das Werk jedoch zurück an die Stadt Dormagen gegangen.
Theo Blum starb am 31. Januar 1968 in Köln.
Bibliographische
(tabellarische) Notizen
Zeitungsartikel über
Theo Blum aus vielen Jahrzehnten
Ausstellung
"Theo Blum" in der St. Martinus-Schule Zons 1964 (Dr.
Werner Jüttner)
(
)
Theo Blum
hatte in seiner künstlerischen Entwicklung vier Gegenden besonders
in sein Herz geschlossen:
Italien, in welches er seine großen Reisen unternahm, die Mosel und Köln,
wo er lebte, waren drei große Lieben von Theo Blum. Die vierte, seine größte,
war jedoch Zons.
1904 kam er das erste Mal nach Zons und war von dem kleinen Städtchen,
dem Idyll am Niederrhein, fasziniert. Immer wieder griff er die gleichen
Zonser Motive auf, er veränderte, variierte die Darstellung. Er
verwendete die ganze Bandbreite seiner Möglichkeiten als Maler und
Radierer.
In Zons wurden einige Ausstellungen der Werke Theo Blums gezeigt:
1964 in der St.-Martinus-Schule, 2004 die Ausstellung "Köln
Inferno" und 2006 die Ausstellung „Zons - Das
niederrheinische Idyll“.
Ein
besonderes Werk in dieser Reihe ist das Ölgemälde "Ein Sommertag in Zons".
Die Motive „Ein Sommertag in Zons“, „Frühlingstag in Zons“,
„Burggraben“, „Der Rheinturm“, „Die Mühle“ sowie „Juddeturm“
und „Straße in Zons“ dokumentieren, wie Blum zwischen den frühen
20-iger Jahren und den 80-iger Jahren diese bekannten Motive in ganz
unterschiedlichen Formen bearbeitete.
Verzeichnis einiger Arbeiten über Zons
Bildfolge einiger Werke über Zons
oder
"Galerie"
einiger Arbeiten über Zons
Bericht
über die Ausstellung "Zons- das niederrheinische Idyll"
Künstlerkarten mit
Werken Theo Blums über Zons
(
)
Blums
arbeitete als Künstler auch in der Zeit des zweiten Weltkriegs.

Am 31. Mai 1942 ereilte die Stadt Köln einer der verheerendsten
Bombenangriffe des 2. Weltkrieges. Der sogenannte „1
.000-Bomber-Angriff“ in der Nacht zum 31. Mai war für die Kölner Bürger
die größte Vernichtungsaktion in der Stadtgeschichte.
Zwischen Mai 1940 und Mai 1942 hatte die Stadt bereits 104 Luftangriffe
erleben müssen, diese Angriffe waren aber nichts im Vergleich zur
Bombennacht des 31. Mai.
An
das Kriegsinferno Kölns erinnerte einige Bildfolgen des Kölners Theo
Blums. Diese von harter Realität erfüllten Aquarelle konnte man in einer
Ausstellung in Köln 1963 und in Zons 2004 sehen.
Die
Blum-Ausstellung mit den großen Zyklus „Köln-Inferno“ zeigte, wie .Blum ein Motiv — dort die Zerstörung seiner
Wahlheimatstadt Köln immer wieder neu aufgreifen konnte. Blum hat an
diesen Zyklus zwischen 1942 und 1948 immer wieder gearbeitet. So
entstanden viele ‘Motive in zwei Ausführungen. Die großformatige Serie
entstand direkt nach 1942. Blum arbeitete zunächst mit kleinen Skizzen,
die er vor Ort machte. Er entwarf dann - zum großen Teil auf
transparenten Papieren - großformatige Kompositionen.
Mehrer Jahre später griff Theo Blum das Motiv der Zerstörung der Kölner
Innenstadt erneut auf und schuf zwischen 1947 und 1949 einen zweiten
Zyklus. Die Ausstellung in Zons 2004 präsentierte beide Versionen. „Köln-Inferno“
drückte mit den künstlerischen Mitteln eines versierten Kriegsmalers des
1. Weltkrieges die Gefühle des Urkölners Theo Blum über die Zerstörung
seiner Heimat aus. Mehr als sieben Jahre arbeitete Blum immer wieder an
den Motiven. Hier bildete sich seine Liebe zu Köln ab, und sein Schmerz
über die furchtbare Zerstörung der Stadt.
Zu
seinem 80. Geburtstag im Jahre 1963 ehrte die Stadt Köln den Maler
Theodor Blum durch eine große Ausstellung „Köln - Inferno“ im Kölnischen
Stadtmuseum.
2004
wurde der Zyklus „Köln Inferno“ in der Stadt Zons im Rahmen der Rückführung
der Werke des Künstlers nach Zons gezeigt und stimmte mit den Bildern der
zerbombten Domstadt auf den 60. Jahrestag des Kriegsendes ein.
Verzeichnis einiger anderer Arbeiten
Bildfolge "Andere Werke"
Texte zur Ausstellung "Köln-Inferno",
Zons am 5. 11. 2004
Informationen
zur Ausstellung "Köln-Inferno" in Zons, 2004
Historischer
Rückblick 1942 - 1946 auf "Köln-Inferno"
(
)
Über fast zweidrittel eines
historisch und kulturell sich so stark wandelnden 20. Jahrhunderts ist der
Künstler Theo Blum intensiv als Maler tätig gewesen. Er hat die Zeit des
ersten Weltkriegs, dann die Zeit der 1920iger und 30iger Jahren in seinen
Arbeiten festegehalten. Er ist bekannt geworden als der Künstler, der das
Inferno des zweiten Weltkriegs erlebt und durchlitten hat. Die Nachkriegszeit
bis hin zu seinem Tod am am 31. Januar 1968 in Köln waren
geprägt von seinem Wunsch, das "Schöne" und
"Erhabene" zu erleben und darzustellen. Das Archiv der Stadt
Zons bzw. der Stadt Köln hat über diesen langen Zeitraum viele Dokumente
bewahrt, einige davon stehen hier zur Verfügung online als:
Zeitdokumente
(
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