Kampf um Gelder für die Westmauer-Sanierung  

Die fast 800.000 Euro teure Restaurierung des Zonser Stadtmauer-Abschnitts ist ohne öffentliche Förderung nicht zu stemmen. 

Die Mauer zwischen Zonser Mühle und Schloßstraße muss bald saniert werden: Die Fugen sind überwuchert, der Mörtel hält nicht mehr – 500 Jahre nach dem Bau. Das Mauerwerk stammt komplett aus der Zeit Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts, jetzt ist der Wall aus Basaltlava, Trachyt und Feldbrandsteinen rissig und von Unkraut überwuchert. Vor allem das Wachhäuschen an der westlichen Stadtmauer muss wegen maroder Dachbalken und Ziegel dringend saniert werden. Die Arbeiten können nur von einer Spezialfirma vorgenommen werden.

Für die teure Sanierung der Westmauer werden Geldgeber gesucht – in Zeiten knapper Kassen auch bei Bund und Land nicht so einfach.

Vor vier Jahren wurde bereits ein Anfang gemacht, denn  2012  sagte die NRW-Stiftung 60.000 Euro für die Sanierung der rund 250 Meter langen Mauer zu; noch einmal 30.000 Euro sollten fließen, wenn der Verein zusätzliche Spendengelder in gleicher Höhe sammelt. Darum suchte der Förderverein weiter nach Spendern. Der Förderverein hat knapp 10.000 Euro zusammen.  Die Gesamtkosten für die Sanierung der westlichen Stadtmauer lagen im April 2012 bei 762.000 Euro.

Da die Zonser Mauer im Bundes-Sonderprogramm für 2014 und 2015 nicht berücksichtigt wurde, ist die Sanierung in weitere Ferne gerückt. Die letzte Sanierung ist bereits 40 Jahre her. In der Begründung für die Zusage schrieb die NRW-Stiftung: „Der kurkölnische Rheinzollort Zons gilt als eine der best erhaltenen spätmittelalterlichen Stadtanlagen am Niederrhein. Doch Feuchtigkeit und Wurzelbewuchs richten an der imposanten Stadtmauer immer mehr Schäden an.“

Artikel in NGZ vom 16. Februar 2016  (–> auch als  NGZ-Artikel offline und als  NGZ-Artikel online)

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